Montag, 28. November 2016

Wie errechnet sich der Barwert der Altersrente eines Aktiven?

Bei der Zusage einer Altersrente wird bei einem vorherigen Ausscheiden wegen Rente aufgrund von Erwerbsminderung (Invalidität) die Altersrente in der Regel nicht in voller Höhe fällig.
Bei Invalidität wird zunächst die erreichbare Höhe der Zusage errechnet, die ohne Ausscheiden erreicht werden würde und  dann wird zeitanteilig über die gesamte Betriebszugehörigkeit gemindert (BetrAVG § 2 Abs.1).

Je nach Vertrag/Betriebsvereinbarung können ergänzende Regelungen wie Mindestversorgung und Zurechnungszeiten hinzukommen.

Während der Berechnung wird für jedes zukünftige Jahr der mit der oben dargestellten Methode errechnete Wert mit der Wahrscheinlichkeit für Invaliditäten bewertet. Die volle Höhe der Zusage zur Altersgrenze wird  daher nur mit dem Teil bewertet, der dem wahrscheinlichen Erreichen der Altersgrenze ohne nach Tabelle gegebener Wahrscheinlichkeit eines vorherigen Ausscheidens durch Tod oder Invalidität entspricht.

In der Software HPR Pensionsrückstellung wird die Höhe einer Altersrente bei vorherigem Ausscheiden durch Invalidität über den Vektor definiert. Im einfachsten Fall ist dies m/n-tel ab dem Eintrittsdatum. Das Nachbilden des exakten Bausteinplanes im Vektor durch den Anwender ist somit nicht nötig.

Der Zeitraum zwischen Eintreten einer Invalidität und der Altersgrenze wird im Barwert der Invalidität definiert, wenn in der Betriebsvereinbarung eine Invaliditätsrente zugesagt wurde.

Dienstag, 22. November 2016

Beihilfetarife / Beihilferückstellungen in HPR Pensionsrückstellung

HPR Pensionsrückstellung: Ab Version 5.5.1.135 ist es möglich, einen allgemein gültigen Beihilfebetrag für den gesamten Bestand zu verwenden. Alternativ können wie bisher verschiedene Beträge je Personengruppen, Geschlecht und "echtem" Pensionsalter angegeben werden.


Montag, 7. November 2016

Zurechnungszeit für Beamte im Einsatzdienstes der Feuerwehr in der Beamtenschnittstelle

Da jeder Beamte im Einsatzdienstes der Feuerwehr über eine handwerkliche Ausbildung verfügen muss, wird über die Beamtenschnittstelle jedem Beamten, der im Einsatzdienst der Feuerwehr gekennzeichnet wurde, drei Jahre Zurechnungszeit hinzugerechnet. 

Soll dieser Automatismus nicht angewendet werden, muss der Anwender im Eingabefeld "Zurechnungszeit" der Beamtenschnittstelle eine "0" eingetragen.






Donnerstag, 3. November 2016

Zusammentreffen von Versorgungsbezügen mit Renten (HPR Pensionsrückstellung)

Beamtinnen und Beamte haben einen Anspruch auf gesetzliche Rente aus der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wenn in mindestens 60 Kalendermonaten Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt wurden.
 
Versorgungsbezüge werden neben Renten nur bis zum Erreichen der in § 55 Absatz 2 BeamtVG bezeichneten Höchstgrenzen gezahlt.

Verzichtet der Beamte auf die Rente, oder wird an deren Stelle eine Abfindung gezahlt, so tritt an diese Stelle der Betrag, der vom Leistungsträger ansonsten zu zahlen wäre. Bei Zahlung eines Kapitalbetrags ist der sich bei einer Verrentung ergebende Betrag zugrunde zu legen.

Im Rechenprogramm HPR Pensionsrückstellung ist es möglich, für betreffende Beamte eine Anrechnung auf Basis des Näherungsverfahrens (wie im Schreiben vom BMF IV B 2 - S 2176/07/0003 beschrieben) durchzuführen.

Die benötigten Parameter für das Näherungsverfahren, BBG, Durchschnittsgehalt und Rentenwert, werden im Rahmen des HPR Aktualisierungsabonnements jährlich aktuell bereitgestellt.